Wie du den Energiefluss an den Extremitäten deines Tieres in Schwung bringst!



Kurze Wiederholung

Da ein paar von euch Fragen zum genauen Ablauf des Kleinen Kreislaufes hatten, möchte ich diesen hier noch einmal kurz wiederholen:

Ich befinde mich an der linken Seite des Tieres.

Beim Pferd beginne ich, indem ich die rechte Hand auf das Genick lege, dann fahre ich mit der linken Hand, an der Oberlippe beginnend bis zur rechten Hand. Anschließend lege ich die rechte Hand an den Widerrist und fahre mit der linken Hand vom Genick weiter zur rechten Hand. Nun lege ich die rechte Hand an den Schweifansatz und fahre mit der linken Hand wiederum zur rechten Hand.

Danach lege ich meine linke Hand an der Unterseite mittig zwischen die Vorderbeine und fahre mit der rechten Hand, beginnend am Euter/Schlauch bis zur linken Hand. Nun lege ich die linke Hand an den Kehlkopf und fahre mit der rechten Hand von der Brust bis zur linken Hand weiter. Abschließend lege ich die linke Hand an die Unterlippe und fahre mit der rechten Hand weiter zur linken Hand.

Beim Hund beginne ich, indem ich die rechte Hand an den Schwanzansatz lege und fahre mit der linken Hand, an der Nase beginnend, bis zur rechten Hand. Danach lege ich meine linke Hand mittig zwischen die Vorderbeine und fahre mit der rechten Hand, beginnend zwischen den Hinterbeinen, die Unterseite entlang bis zur linken Hand. Abschließend lege ich meine linke Hand auf die Schnauze und fahre mit meiner rechten Hand von der Brust weiter zur linken Hand.

WICHTIG: Ich habe immer beide Hände am Tier!!


Harmonisierung der Extremitäten



Nun erfährst du, wie du auch den Energiefluss an den Extremitäten in Schwung bringst und die Yin- und Yang-Energie aktivierst. Dies kann sehr wirksam sein nach außerordentlicher Anstrengung, nach Wettbewerben, nach dem Training, nach Verstauchungen, bei Taktunreinheiten, bei mangelnder Hinterhand- oder Vorhandaktivität, etc.

Wichtig ist auch hier: Du hast immer beide Hände am Tier. Eine Hand legst du an das Ziel und mit der anderen Hand fährst du darauf zu.

Vorderbein

Ich befinde mich links vom Tier, mit Blick Richtung Kopf.

Du legst die linke Hand rückseitig an das Fesselgelenk (bzw. beim Hund hinten an die Pfote) und mit der rechten Hand fährst du die Rückseite des Vorderbeines hinab, beginnend am Ellbogengelenk. Dann wechselst du zur Vorderseite des Beines, legst die rechte Hand ganz oben ab und fährst mit der linken Hand vom Fesselgelenk (beim Hund: von der Pfote) aufwärts die Frontseite des Beines hoch. Dies wiederholst du einige Male.

Hinterbein

Ich befinde mich links vom Tier mit Blick Richtung Hinterhand.

Du legst die rechte Hand außen ans Fesselgelenk (beim Hund: an die Pfote) und fährst mit der linken Hand von oben weg das Bein an der Außenseite entlang zur rechten Hand hinab. Dann wechselst du auf die Beininnenseite und legst die linke Hand oben an die Beininnenseite und fährst mit der rechten Hand, am Fesselgelenk (beim Hund: an der Pfote) beginnend, die Beininnenseite hoch. Dies ebenfalls mehrmals wiederholen.

Fühlen lernen

Mit der Zeit wird sich bei diesen Übungen auch die Sensibilität deiner Hände erhöhen. Du wirst Temperaturunterschiede an verschiedenen Körperstellen wahrnehmen oder auch ob das Gewebe weich und elastisch oder eher hart, verspannt ist. Wenn du die Übungen regelmäßig machst, kennst du schon bald ganz genau den Normalzustand deines Tieres und spürst jede Änderung sofort. So kannst du mögliche Verspannungen, Entzündungen etc. schon sehr früh erspüren, schon bevor sie Probleme bereiten, und handeln. Konzentriere dich dabei ganz auf deine Hände und nimm alles wahr, was du fühlst. Nimm dir dazu genug Zeit und führe die Übungen ganz langsam aus.

Aus energetischer Sicht betrachtet: Wenn du eine warme oder heiße Stelle erspürst, so bedeutet dies Fülle, es gibt also einen Energieüberschuss an dieser Stelle. Kälte dagegen würde auf Leere hinweisen, also ein Energiemangel. Dies kann sich aber bei jedem individuell unterschiedlich äußern. Darum nimm dir die Zeit und übe dies oft, dann wirst du für dich dein Gefühl für Fülle und dein Gefühl für Leere bald finden.


Zusammenfassung

Noch einmal kurz zusammengefasst: An den Vorderbeinen fährst du auf der Rückseite des Beines hinunter und an der Frontseite des Beines hinauf. An den Hinterbeinen fährst du an der Außenseite hinunter und an der Innenseite hinauf.


Vorschau

Das Thema für nächste Woche lautet: Die Kronsaummassage aus energetischer Sicht und aus der des Hufbearbeiters.

Und die Woche darauf dann: Die Pfotenmassage beim Hund.


Schreib mir

Zum Abschluss würde mich noch interessieren: Was hast du gefühlt bei den Übungen? Teile mir gerne mit, was du mit deinen Händen alles erspürt hast. Ich freue mich auf deine Nachricht/deinen Kommentar!


Ich wünsche dir eine schöne erfolgreiche Woche und viel Spaß mit deinen Vierbeinern!

Bis nächste Woche!

Lena.

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